Energieausweis - wichtige Infos

12Oktober

Energieausweis - wichtige Infos

Bei jeder Vermietung und beim Immobilienverkauf ist er mittlerweile Pflicht: der Energieausweis. Er gibt Auskunft darüber, wie viel Energie die Wohnung oder das Haus verbraucht und informiert steckbriefartig über den Energiebedarf. Jeder Vermieter und Besitzer sollte sich mit dem Thema Energieausweis auseinandersetzen. 

Wer benötigt den Energieausweis?

Der Energieausweis ist ein Pflichtdokument für Immobilieneigentümer bei:

  • Vermietung (ganz oder teilweise)
  • Verkauf (ganz oder teilweise)
  • Aushangspflicht (ab 500qm Nutzfläche mit starkem Publikumsverkehr, bzw. ab 250qm bei behördlicher Nutzung)

Selbstgenutzte Immobilien, Objekte mit unter 50 qm Nutzfläche oder denkmalgeschützte Objekte sind von der Energieausweispflicht nicht betroffen.

Schon bei der Besichtigung muss der Energieausweis unaufgefordert vorgelegt werden oder gut sichtbar aushängen. Alles andere stellt einen Verstoß gegen die EnEV2014 und damit eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld von bis zu 15.000 Euro geahndet werden kann.

Welchen Zweck erfüllt der Energieausweis?

Durch Vorlage des Energieausweises soll dem Interessenten auf einen Blick die energetische Qualität des Gebäudes nähergebracht werden. Dies geschieht, indem das Objekt auf einer farbigen Vergleichsskala mit einem Referenzgebäude verglichen und in eine Energieeffizienzklasse eingeordnet wird, ähnlich den Energieverbrauchsskalen von Kühlschränken oder anderen Elektrogeräten.

Zugleich soll der Eigentümer durch den Energieausweis auf günstige Möglichkeiten zur energetischen Sanierung hingewiesen werden um Verbesserungspotentiale aufzuzeigen. Eine Verpflichtung ergibt sich durch solche Hinweise allerdings nicht.

Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis?

Der Energieausweis kann auf zwei Arten ausgestellt werden: nach  Energieverbrauch  oder nach Energiebedarf. Davon hängen nicht nur die Kosten ab, sondern auch welche Daten vom Energieber ater benötigt werden. Doch nicht für jede Immobilie darf frei zwischen beiden Alternativen gewählt werden. Die Wahlfreiheit haben:

  • Wohngebäude mit Baujahr nach 1977 oder
  • Wohngebäude mit 5 oder mehr Wohneinheiten oder
  • Wohngebäude, die die Wärmeschutzverordnung von 1977 erfüllen
  • Nichtwohngebäude

Objekte, die nicht unter eines dieser Kriterien fallen, dürfen nur einen (aufwändigeren) Energieausweis nach Bedarf erhalten.

Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis sind jeweils 10 Jahre gültig.

Quelle: vermieter-ratgeber. Den vollständigen Artikel finden Sie hier

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